26.08.2013

Noch 5 Tage bis zur Demonstration: Hände weg von Syrien
Samstag, 31.08.2013, Auftakt: 13 Uhr Alte Oper Frankfurt/M.

Syrische Fahnen Hunderttausend Tote und kein Ende
Wir fordern: NATO, Golfmonarchien, Israel - Hände weg von Syrien. Denn wer genau hinschaut wird sehen, dass das Blut in Syrien nicht vergossen wird wegen der "Inaktivität" des Westens und der Golfmonarchien oder wegen der sogenannten Blockadehaltung Russlands und Chinas. Im Gegenteil: Nur durch die Aktivitäten der NATO und der Golfstaaten hält das Blutvergießen unvermindert an. Es geht diesen Ländern darum, einen Regime Change zu erreichen - um jeden Preis. Dazu setzen NATO und Golfstaaten ihre Kämpfer ein, die in Syrien, in der Region und weit darüber hinaus rekrutiert werden - allerdings kämpfen sie nicht in den offiziellen Uniformen dieser Länder.
Obama lässt sagen: wir werden alles tun, um die Gegner Assads so zu bewaffnen und zu stärken, dass sie der syrischen Armee widerstehen können. Wir sagen: Hört auf die bewaffneten Feinde der Regierung, die Islamisten und Dschihadisten mit Waffen und Geld zu unterstützen, sie auszubilden und sie mit Informationen und Informationstechnologie zu versehen.

Der Sprecher von Präsident Obama sagt: "Es gibt einen ziemlich breiten internationalen Konsens dass Präsident Assad seine Legitimität verloren hat und seine Macht abgeben muss". Wir sagen: Nur die Menschen in Syrien selbst dürfen darüber entscheiden, wie sie leben wollen.

Die Friedenskonferenz(?) Genf 2 wird von Monat zu Monat verschoben und wird nach dem Chemiewaffenangriff der Dschihadisten noch weiter verschoben werden. Die NATO und Golfstaaten werden weiter Waffen liefern – und große Teile der Friedensbewegung und der Linken werden weiter fest die Augen verschließen.

Hiergegen werden wir am Samstag ein deutliches Zeichen setzen. Es ist ein weiterer Schritt dahin, den Widerstand gegen den Aggressionskrieg gegen Syrien auszuweiten.

Hier geht‘s zum Aufruf, hier zur ausführlichen Version und hier gibt’s ein Video.

Programm:

Syrische FahnenDie Veranstaltung wird mit dem Auftritt der Liedermacher Ernst Schwarz und Jane Zahn eröffnet. Vor Beginn der Demonstration werden ein Vertreter des SKFS, ein Priester der syrisch-aramäischen katholischen Kirche Deutschland und der Bundestagsabgeordnete der Linken Wolfgang Gehrcke sprechen. Die Demonstration wird mit einer Koranrezitation eingeleitet.
Das Wetter: Wir sind zuversichtlich, dass das Wetter uns unterstützt.
Weitere Details gibt es auf unserer Website.

Chemiewaffenangriff

Auch wir haben keinen direkten Beweis dafür, dass der Angriff mit Chemiewaffen in der Nähe von Damaskus vom 21. August von den Terroristen der Nusra-Front durchgeführt wurde.
Wir können uns nur der bekannten Argumentation anschließen: Seit 2 Jahren verlangen die Feinde der syrischen Regierung, dass ihnen die NATO zu Hilfe kommen möge. Mit der "Roten Linie" von Obama, die mit dem Einsatz von Chemiewaffen überschritten würde und ein unmittelbares Eingreifen der NATO zur Folge hätte, gibt es mehr als genug Anreiz für die Angreifer, einen solchen Zwischenfall zu inszenieren.
Die syrische Armee hat in den letzten Monaten offenbar militärische Fortschritten gemacht – wozu überhaupt sollte ein Angriff mit chemischen Waffen durch die syrische Armee also gut sein? Das Arsenal Menschen zu töten ist nicht nur in Syrien so groß, dass es keiner chemischen Waffen bedarf.
Vielleicht gibt es neben Logik und Wahrscheinlichkeit sogar ein Indiz: Von Beginn an wurde die Glaubwürdigkeit der YouTube-Videos in Frage gestellt. Sie seien vor dem Datum des behaupteten Angriffs auf YouTube eingestellt worden. Die New York Times beweist allerdings, dass das aus technischen Gründen nicht richtig ist und fährt fort:
Das erste Video, das sich auf das Massaker bezog, wurde um 2:50 Uhr am Morgen des 21. August hochgeladen. Das ist ungefähr 20 Minuten nachdem die Angriffe stattgefunden haben sollen.(The first video we have seen relating to the massacre was uploaded at 2:50:47am on August 21 local time in Syria. This is approximately 20 minutes after the attacks are reported by eyewitnesses to have happened.)
Hundert, Tausend oder Zweitausend Tote durch einen Angriff mit Chemiewaffen und schon wenige Minuten später ist alles Gift verflogen – und alle wissen es. Niemand wird verletzt, obwohl niemand einen Schutzanzug trägt. Alle Aufregung hat sich gelegt und ein Video wird von einem Handy auf YouTube hochgeladen? Das ist ein unglaubwürdiges Szenario.
Vielmehr spricht dies ganz klar dafür, dass kein militärischer Giftstoff eingesetzt wurde, sondern ein Stoff, der unter primitiven Bedingungen selbst produziert wurde – von den Dschihadisten.
Mehr dazu hier.
Zu einem früheren Vorfall mit Chemiewaffen gibt es die Erklärung von Carla Del Ponte, Mitglied der Uno-Sonderkommission für Syrien: "Es gibt starke, konkrete Vermutungen, aber noch keinen unbestreitbaren Beweis, dass Saringas eingesetzt wurde und dies von Seiten der Opposition, nicht der Regierung." Das Weiße Haus hat der Uno-Expertin Carla Del Ponte widersprochen – was auch sonst.
Und schon am 01.08.2013 hat das Weiße Haus vorsorglich erklärt:
Es ist unabdingbar, das die UN alle Orte besichtigen kann, für die es glaubhafte Informationen gibt, dass chemische Waffen eingesetzt wurden. Und die UN muss in der Lage sein, mit Zeugen, Ärzten und Betroffenen zu sprechen…ohne Einmischung oder Manipulation durch die Syrischen Regierung.
Die Schuldzuweisung ist schon lange vor dem Geschehen erfolgt...Und wer sich erinnert: Das ist genau das gleiche Vorgehen, das die USA gegenüber Irak erhoben hatten.
Die syrische Regierung verlangt vor einer Untersuchung der aktuellen Vorfälle durch die UN-Beobachter u.a., dass die Angreifer sich aus den Gebieten zurückziehen, in denen ein Angriff mit chemischen Waffen stattgefunden haben soll, so dass die Institutionen der syrischen Regierung ihrerseits Untersuchungen vornehmen können.
Nachtrag: Mittlerweile hat die syrische Regierung den UN-Inspektoren "Grünes Licht" Licht gegeben. Sie werden wohl am Montag mit ihren Untersuchungen in Ghouta beginnen. ‚Zu spät‘ sagt – natürlich - das Weiße Haus. Und die französische Regierung braucht überhaupt keine Untersuchung um zu wissen, dass das "Assad-Regime" schuld war...

Goldmedaille im 2000 m Hindernislauf

Goldmedaille im HindernislaufEs gibt auch andere Nachrichten aus und über Syrien. Nach wie vor sind die syrischen Sportler aktiv und auch auf internationaler Bühne erfolgreich – Männer wie Frauen. Ein Beispiel ist die Hindernisläuferin Fatima Raya. Sie gewann bei den Asiatischen Jugendspielen die Goldmedaille im 2000 m Hindernislauf.



Tabelle

Anreise

Es fahren Busse aus Berlin, Hamburg, Mönchengladbach, Neuss u.a.
Mit der Bahn u.a.:
Heidelberg: Treffpunkt 11:00 Uhr am Hauptbahnhof
Mannheim: Abfahrt z.B. 11:39 Ankunft 12:45
Nürnberg: Abfahrt z.B. 09:05 Ankunft 12:32

Schönes-Wochenende-Ticket, gültig im Nahverkehr Samstags oder Sonntags, 42€ (Am Automaten oder im Internet, am Schalter 44€) Festpreis für bis zu 5 Personen

Vom Bahnhof zum Opernplatz
Mit der S-Bahn:
Hauptbahnhof(tief) mit S-Bahn Richtung Osten (Hauptwache/Konstablerwache )
Aussteigen an der Hauptwache (2. Station); westlichen Ausgang nehmen, Richtung Alte Oper, ca. 5 Minuten Fußweg
Zu Fuß:
Hauptbahnhof durch Haupthalle verlassen( Richtung Osten); die Kaiserstraße immer geradeaus bis zur Europäischen Zentralbank (EZB).
Nach links in den Grüngürtel abbiegen; bis zur Alten Oper (Opernplatz). Hier gibt’s einen Stadtplan
Vom Römer zurück zum Bahnhof
Von Haltestelle Frankfurt (Main) Römer erreicht man mit der U-Bahn in wenigen Minuten den Hauptbahnhof

Übernachtungen und Mitfahrgelegenheiten

Wer Mitfahrgelegenheiten sucht oder bietet kann das über unsere Facebookseite ankündigen oder per Mail an kontakt@skfs.info. Ebenso wer Übernachtungsmöglichkeiten sucht oder bietet. Den Weg vom Bahnhof zum Ort des Veranstaltungsbeginns und vom Ende der Veranstaltung zurück zum Bahnhof ist auf unserer Website beschrieben.

Wir werden den Newsletter 3 – 4 mal vor der Demonstration verbreiten. Um ihn zu abonnieren bitte eine Mail an kontakt@skfs.info mit dem Betreff "bestellen". Um ihn abzubestellen bitte eine Mail an kontakt@skfs.info mit dem Betreff "abbestellen".
Wir werden die E-Mail Adressen, die uns hier zugänglich gemacht werden, auf keinen Fall weiter geben oder außerhalb des Newsletters verwenden.

Spenden unter dem Kennwort "Demo Frankfurt":
Frankfurter Solidaritätskomitee für Syrien | BLZ : 508 800 50 | Konto Nr. 0225576500 Commerzbank
Vereinigung für Internationale Solidarität e. V. | BLZ 370 501 98 | Konto Nr. 1929920104 Sparkasse Köln-Bonn